Bischof von Lipp Schule
Gemeinschaftsschule und Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum
Als Ergebnis der örtlichen Schulentwicklung vereinigt der Träger St. Josefspflege Mulfingen gGmbH unter dem Namen „Bischof von Lipp Schule“ zwei verschiedene Schularten in unterschiedlichen Gebäuden: die staatlich anerkannte Gemeinschaftsschule und das sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.
Hierbei ist nicht nur der Name das Verbindende, sondern an beiden Schulen wird etwa nach dem Marchtaler Plan gearbeitet. Gemeinsam ist auch, dass an beiden Schulen eine inklusive Beschulung möglich ist und auch umgesetzt wird. Die Schulen arbeiten hier in enger Abstimmung und tauschen sich interdisziplinär aus, etwa innerhalb gemeinsamer Fortbildung, wie etwa den jährlichen gemeinsamen Fortbildungstagen in Obermarchtal. Ein gemeinsames Projekt stellt „Erziehung nach Auschwitz“ dar, in Rahmen dessen die Kollegen und Klassen beider Schulen eine gemeinsame Studienfahrt nach Polen unternehmen.
Das Fortbestehen beider Schularten ist notwendig, um der Prämisse „Das Kind in der Mitte“ gerecht zu werden. So kann je nach Bedarf ein breites Spektrum inklusiver und exklusiver Förderung in unterschiedlichen und vielfältigen Formen umgesetzt werden.
Gemeinschaftsschule
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SBBZ ESENT
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Wer war "Bischof Josefs von Lipp"
Josef von Lipp (1795–1869) war von 1848 bis zu seinem Tod der zweite römisch-katholische Bischof der Diözese Rottenburg. Geboren am 24. März 1795 in Holzhausen, widmete er sein Leben dem Dienst an der Kirche und den Menschen. Nach einem Theologiestudium in Ellwangen und Tübingen empfing er 1819 die Priesterweihe. Er arbeitete als Lehrer und Rektor am Gymnasium in Ehingen und wurde 1845 Stadtpfarrer und Dekan ebendort.
Als Bischof bemühte sich Josef von Lipp intensiv um die Neuordnung der Beziehungen zwischen Kirche und Staat in Württemberg. Zudem engagierte er sich stark für soziale Belange. Ein herausragendes Beispiel seines caritativen Wirkens ist die Gründung der St. Josefspflege in Mulfingen im Jahr 1854, einer Einrichtung zur Rettung und Betreuung von Kindern in Not.
Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Kommenturkreuz des Ordens der Württembergischen Krone, das mit seiner Nobilitierung verbunden war, sowie das Großkreuz des Friedrichs-Ordens und den mexikanischen Guadalupe-Orden.
Josef von Lipp verstarb am 3. Mai 1869 in Rottenburg am Neckar und fand seine letzte Ruhestätte in der Bischofsgruft der Friedhofskirche Sülchen.
